Am 15. Juni 2026 kamen die Mitarbeitenden und Projektbeteiligten des INGRAIN-Bündnisses zum jährlichen Get-together zusammen. Gastgeberin war in diesem Jahr die Hochschule Niederrhein. Das Treffen diente dazu, den aktuellen Stand der Bündnisarbeit zu betrachten, Erfahrungen aus den Teilprojekten auszutauschen und die weiteren Entwicklungsschritte zu diskutieren.
Ein Schwerpunkt lag auf der Vorstellung der laufenden Teilprojekte. Die jeweiligen Projektteams berichteten über ihre Ausgangslage, Zielsetzungen, bisherigen Ergebnisse und die anstehenden Arbeitsschritte:
- RegioFliEs untersucht die Nutzung der Schwarzen Soldatenfliege als alternative Proteinquelle.
- DeCELoops identifiziert Potenziale für branchenübergreifende Materialkreisläufe in der INGRAIN-Region.
- BasiCALT erforscht die biologische und biotechnologische Verwertung verschiedener Nebenströme der Agrar- und Lebensmittelindustrie durch Speisepilze.
- BasiFLies 1 & 2 verbindet die Pilz- und Insektenproduktion mit dem Ziel, einen zirkulären Produktionskreislauf zu entwickeln.
- QualiSek entwickelt verlässliche und überprüfbare Informationen auf Produkt- und Unternehmensebene anhand definierter Qualitätskriterien. Diese sollen als Grundlage für die Sektorkopplung dienen.
- EDUCIRCLE verknüpft die Prinzipien der Circular Economy mit den Themen des INGRAIN-Bündnisses und bereitet sie für die Vermittlung an zukünftige Generationen auf.
- AltCell 2 optimiert die Nutzung von Cellulose als nachhaltige Alternative zu kommerziellen, fossilbasierten Fasern.
- Cellbag untersucht die technische Machbarkeit des Einsatzes recycelter und natürlicher Cellulosefasern in Gemüsenetzen.
Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden bei Führungen durch den Fachbereich und die Labore der Hochschule Niederrhein Einblicke in die vorhandene Forschungsinfrastruktur und die aktuelle Pilzforschung. Dabei wurden auch praktische Anknüpfungspunkte zwischen wissenschaftlicher Arbeit und den Themenfeldern des Bündnisses sichtbar.
In einer anschließenden Arbeitsphase befassten sich die Beteiligten mit möglichen Geschäftsmodellen und Perspektiven für den Praxistransfer. Mithilfe des Business Model Canvas wurden unter anderem relevante Schlüsselpartner, Kundengruppen, Nutzenversprechen und weitere Voraussetzungen für eine langfristige Umsetzung betrachtet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Ergebnisse aus den Teilprojekten über die jeweilige Projektlaufzeit hinaus genutzt und in branchenübergreifende Wertschöpfungs- und Stoffkreisläufe überführt werden können.
Das Get-together bot damit einen Rahmen für den fachlichen Austausch zwischen den Teilprojekten und für die gemeinsame Arbeit an der weiteren Entwicklung des INGRAIN-Bündnisses.
